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Christen und Israel

Eine Positionierung

Als Gemeinde, deren Herr Jesus Christus1Römer 10,9 (ELB 2006) 9 dass, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du gerettet werden wirst. Philipper 2,9–11 (ELB 2006) 9 Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm den Namen verliehen, der über jeden Namen ist, 10 damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beugt, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, 11 und jede Zunge bekennt, dass Jesus Christus Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters., der Sohn Gottes2Markus 1,11 (ELB 2006) 11 Und eine Stimme kam aus den Himmeln: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden. Markus 9,7 (ELB 2006) 7 Und es kam eine Wolke, die sie überschattete; und eine Stimme kam aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn, ihn hört!, ist und deren Fundament die Bibel, das Wort Gottes, bildet, stehen wir zu Israel.

Israel ist Gottes auserwähltes Volk3Deuteronomium 7,6 (ELB 2006) 6 Denn du bist dem HERRN, deinem Gott, ein heiliges Volk. Dich hat der HERR, dein Gott, erwählt, dass du ihm zum Volk ⟨seines⟩ Eigentums wirst aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind.. Mit seinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob hat Gott einen Bund geschlossen4Genesis 12,1–3 (ELB 2006) 1 Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde! 2 Und ich will dich zu einer großen Nation machen, und ich will dich segnen, und ich will deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein! 3 Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde! Siehe zusätzlich: Genesis 15,18; Genesis 17,4-8; Genesis 26,3-5.24; Genesis 28,12–15, zu dem er bis heute treu steht5Genesis 17,7 (ELB 2006) 7 Und ich werde meinen Bund aufrichten zwischen mir und dir und deinen Nachkommen nach dir durch ⟨alle⟩ ihre Generationen zu einem ewigen Bund, um dir Gott zu sein und deinen Nachkommen nach dir. Psalm 105,8–10 (ELB 2006) 8 Er gedenkt ewig seines Bundes – des Wortes, das er geboten hat auf tausend Generationen hin –, 9 den er gemacht hat mit Abraham, und seines Eides an Isaak. 10 Er richtete ihn auf für Jakob zur Ordnung, Israel zum ewigen Bund. Siehe zusätzlich: Römer 9,4–5; Römer 11,1–2; Römer 11,28–29.

Wir halten jede Theologie für einen Irrtum, die lehrt oder praktiziert, dass die christliche Kirche Israel im Heilsplan Gottes ersetzt habe und nun an seine Stelle getreten sei. Diese Sicht der Ersatztheologie6u.a. auch Replacement-Theology, Substitutionstheologie usw. genannt. widerspricht dem klaren Zeugnis der Bibel: Gott hat Israel nicht verworfen7Psalm 94,14 (ELB 2006) 14 Denn der HERR wird sein Volk nicht verstoßen, er wird sein Erbteil nicht verlassen. 1. Samuel 12,22 (ELB 2006) 22 Denn der HERR wird sein Volk um seines großen Namens willen nicht verlassen. Denn es hat dem HERRN gefallen, euch zu seinem Volk zu machen. Römer 11,1–2 (ELB 2006) 1 Ich sage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Auf keinen Fall! Denn auch ich bin ein Israelit aus der Nachkommenschaft Abrahams, vom Stamm Benjamin. 2 Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er vorher erkannt hat.. Seine Bündnisse und Verheißungen gegenüber Israel gelten unverändert8Römer 3,3 (ELB 2006) 3 Was denn? Wenn einige untreu waren, wird etwa ihre Untreue die Treue Gottes aufheben? Römer 11,28–29 (ELB 2006) 28 Hinsichtlich des Evangeliums sind sie zwar Feinde um euretwillen, hinsichtlich der Auswahl aber Geliebte um der Väter willen. 29 Denn die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar..

Wir bekennen unsere Schuld, dass sich die christliche Kirche schon früh von ihren jüdischen Wurzeln getrennt hat – ein Bruch, der Theologie und Glaubenspraxis bis heute geprägt hat. Wir distanzieren uns von jeder Lehre oder Praxis, die diesen Bruch fortsetzt, und bitten Gott um Vergebung, Erneuerung und Offenbarung. Und wir strecken uns danach aus, den Reichtum unserer jüdischen Glaubenswurzeln wiederzuentdecken.

Wir sehen, wie sich Israel im verheißenen Land wieder sammelt, so wie es die Propheten angekündigt haben9Jeremia 31,10 (ELB 2006) 10 Hört das Wort des HERRN, ihr Nationen, und meldet es auf den fernen Inseln und sagt: Der Israel zerstreut hat, wird es ⟨wieder⟩ sammeln und wird es hüten wie ein Hirte seine Herde! Ezechiel 11,17 (ELB 2006) 17 Darum sage: So spricht der Herr, HERR: Ich werde euch aus den Völkern sammeln und euch aus den Ländern zusammenbringen, in die ihr zerstreut worden seid, und werde euch das Land Israel geben.. Darin erkennen wir Gottes Treue zu seinem Volk. Der souveräne Staat Israel und die Rückkehr vieler Juden dorthin sind sichtbare Zeichen dafür.

Gott liebt und segnet Israel10Deuteronomium 7,7–8 (ELB 2006) 7 Nicht weil ihr mehr wäret als alle Völker, hat der HERR sich euch zugeneigt und euch erwählt – ihr seid ja das geringste unter allen Völkern –, 8 sondern wegen der Liebe des HERRN zu euch, und weil er den Eid hielt, den er euren Vätern geschworen, hat der HERR euch mit starker Hand herausgeführt und dich erlöst aus dem Sklavenhaus, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten. Jeremia 31,3 (ELB 2006) 3 Der HERR ist ihm von ferne erschienen: »Ja, mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt; darum habe ich dir ⟨meine⟩ Güte bewahrt.. Deshalb stehen auch wir zu Israel, lieben und segnen es11Genesis 12,3 (ELB 2006) 3 Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde! Numeri 24,9b (ELB 2006) 9 … Die dich segnen, sind gesegnet, und die dich verfluchen, sind verflucht!. Das bedeutet nicht, dass alles, was der Staat Israel oder einzelne Juden tun, automatisch richtig ist, bejaht oder unterstützt werden muss. Gottes Liebe zu Israel hängt jedoch nicht von seinem Verhalten ab. Vielmehr ist er selbst, seine Barmherzigkeit und Gnade, Grundlage seiner Beziehung zu uns12Römer 5,8 (ELB 2006) 8 Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus, als wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist. – und ebenso zu Israel13Micha 7,18–19 (ELB 2006) 18 Wer ist ein Gott wie du, der Schuld vergibt und Vergehen verzeiht dem Rest seines Erbteils! Nicht für immer behält er seinen Zorn, denn er hat Gefallen an Gnade. 19 Er wird sich wieder über uns erbarmen, wird unsere Schuld niedertreten. Und du wirst alle ihre Sünden in die Tiefen des Meeres werfen..

Wir stehen in Wort und Tat zu Juden in Israel, bei uns in Deutschland und der ganzen Welt. Wir treten jeder Haltung entgegen, die das Existenzrecht des Staates Israel bestreitet (Antiisraelismus) oder sich in Gedanken, Worten oder Taten gegen Juden richtet (Antisemitismus). Wer sich gegen Israel und das jüdische Volk stellt, stellt sich damit auch gegen Gott selbst14Sacharja 2,12 (ELB 2006) 12 … denn wer euch antastet, tastet seinen Augapfel an. Wir beten für den Frieden Jerusalems15Psalm 122,6 (ELB 2006) 6 Erbittet Heil für Jerusalem! Ruhe sollen die haben, die dich lieben!, der Stadt Gottes16Psalm 48,3 (ELB 2006) 3 ragt schön empor, eine Freude der ganzen Erde; der Berg Zion, im äußersten Norden, die Stadt des großen Königs. Psalm 132,13 (ELB 2006) 13 Denn der HERR hat Zion erwählt, hat ihn begehrt zu seiner Wohnstätte. Matthäus 5,35b (ELB 2006) 35 … noch bei Jerusalem, denn sie ist des großen Königs Stadt., für Israel und für den ganzen Nahen Osten.

Durch Jesus Christus, unseren Herrn, sind wir Teil der Familie Gottes und geistliche Nachkommen Abrahams17Römer 4,16 (ELB 2006) 16 Darum ist es aus Glauben, dass es nach Gnade ⟨geht⟩, damit die Verheißung der ganzen Nachkommenschaft sicher ist, nicht allein der vom Gesetz, sondern auch der vom Glauben Abrahams, der unser aller Vater ist. Galater 3,7 (ELB 2006) 7 Erkennt daraus: Die aus Glauben sind, diese sind Abrahams Söhne! Galater 3,29 (ELB 2006) 29 Wenn ihr aber des Christus seid, so seid ihr damit Abrahams Nachkommenschaft ⟨und⟩ nach ⟨der⟩ Verheißung Erben.. Wir haben Anteil an den Verheißungen, die Gott ihm gegeben hat18Galater 3,28–29 (ELB 2006) 28 Da ist nicht Jude noch Grieche, da ist nicht Sklave noch Freier, da ist nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid einer in Christus Jesus. 29 Wenn ihr aber des Christus seid, so seid ihr damit Abrahams Nachkommenschaft ⟨und⟩ nach ⟨der⟩ Verheißung Erben.. Jesus Christus wurde als Jude geboren, lebte als Jude und starb unter der Inschrift: „Jesus von Nazareth, der König der Juden“19 Johannes 19,19–20 (ELB 2006) 19 Pilatus schrieb aber auch eine Aufschrift und setzte sie auf das Kreuz. Es war aber geschrieben: Jesus, der Nazoräer, der König der Juden. 20 Diese Aufschrift nun lasen viele von den Juden, denn die Stätte, wo Jesus gekreuzigt wurde, war nahe bei der Stadt; und es war geschrieben auf Hebräisch, Lateinisch ⟨und⟩ Griechisch.. Wir bekennen uns zu den jüdischen Wurzeln unseres Glaubens20Römer 11,17–18 (ELB 2006) 17 Wenn aber einige der Zweige herausgebrochen worden sind und du, der du ein wilder Ölbaum warst, unter sie eingepfropft und der Wurzel und der Fettigkeit des Ölbaumes mit teilhaftig geworden bist, 18 so rühme dich nicht gegen die Zweige! Wenn du dich aber gegen sie rühmst – du trägst nicht die Wurzel, sondern die Wurzel dich. und setzen uns dafür ein, dass Christen mit Israel – dem auserwählten Volk Gottes – und mit den Vätern Abraham, Isaak und Jakob von Herzen verbunden sind21Maleachi 3,23–24 (ELB 2006) 23 Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, bevor der Tag des HERRN kommt, der große und furchtbare. 24 Und er wird das Herz der Väter zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu ihren Vätern umkehren lassen, damit ich nicht komme und das Land mit dem Bann schlage. .