Stuttgart / viele Menschen

Die Stadt war voller Menschen bei auffällig hoher Polizeipräsenz. Die Atmosphäre war irgendwie bedrückend und etliche Schätze reagierten ängstlich abweisend. Und dennoch, oder gerade deshalb galt: „Der Geist Gottes des Herrn ruht auf mir…er hat mich gesandt, den Elenden frohe Botschaft zu bringen, zu heilen, die gebrochenen Herzens sind…“ (Jesaja 61,1)

Da waren die drei Mädels. Zöpfe, schwarz-weißer Mantel, es passte eindeutig. „Wir sind hier, um den Menschen zu sagen, dass Gott sie wirklich lieb hat und er hat Euch auf unsere Schatzkarte geschrieben.“ Das fanden sie richtig cool. „Kennt Ihr Gott?“ „Jaaa“ „Jesus?“ „Jaaa, der ist auferstanden.“ „Woher wisst Ihr das?“ „Aus dem Reli-Unterricht.“ „Das ist gut. Und vorher ist er gestorben und hat alles was wir verkehrt gemacht haben bezahlt. Habt Ihr schon mal gebetet?“ Gadi (Name geändert): „Ich bin Muslima.“ „Und wie kommst Du in den Reli-Unterricht?“ „Da bin ich aus Versehen angemeldet worden…“ Die Schatzsucher durften die drei segnen und Lena (Name geändert), die schon selber gebetet hatte, nahm das Kärtchen mit dem entscheidenden Gebet gerne mit.

Eine andere Begegnung. „… wie wäre das, wenn Sie wüssten, ob es Gott gibt?“ Das wollte sie. Schwarz gekleidet, lange schwarzgelockte Haare  …  Abla (Name geändert) war eindeutig Schatz. „Gott möchte es Dir ganz persönlich zeigen, magst Du es ihm selber sagen?“ „…Gott, wenn’s Dich gibt, möchte ich’s wissen“. Die Schatzsucher haben für sie gebetet und gesegnet…ihre Augen flackerten, die Gegenwart Gottes war spürbar. Sie war sehr beeindruckt und ging fröhlich weiter.

Es waren viele Begegnungen, von Gott arrangiert. Zwei Mal war es so, dass Schätze von unterschiedlichen Schatzsuchern hintereinander „gefunden“ wurden, und das in der vollen Stadt Stuttgart. Die meisten Begegnungen waren nur kurz, etliche ängstliche Ablehnungen. Aber dann war da eine kleine Gruppe … die Schatzsucher „predigten“ auf einmal; Evangelium, frohe Botschaft für Alle. Irgendwann war Essen das Thema, die Leute hatten Hunger. Martin kaufte mal eben eine große Tüte Brezeln … Zuwendung, gute Nachricht, ganz konkret.

Angst, Bedrückung in der Stadt ist das Eine … aber „Der Geist Gottes des Herrn ruht auf mir…“, so beginnt Vers 1 aus Jesaja 61. Und das ist das Entscheidende. Gott mit uns und wo immer wir mit ihm (bzw. er mit uns) hingehen. Wir haben das Beste was es gibt … Immanuel Jesus … Gott mit uns!
Norbert