Sigmaringen / Schatzsuche-Schulung

…es läuft ja wirklich nicht jeder Tag gleich, manchmal spürt man massiv Gegenwind…im Geistlichen meistens auf der Ebene der Gedanken und Emotionen oder auch körperlich…vor Schatzsuche ist es oft so, kennt das noch jemand? 
Ich kenne das, letzte Woche war es so. Ich hab mir angewöhnt, dann Zeit beim Vater im Himmel zu verbringen. „Hast Du eine Ermutigung für mich…?“ war meine kurze Frage. Darauf hatte ich einen inneren Eindruck: Ich war wieder ganz jung, ein kleines Kind, und ich lief direkt neben Papa-Gott…meine Hand lag in seiner großen Hand. Das hat mich sehr bewegt und wirklich aufgebaut.

Es folgte der Schatzsuche-Schulungstag in einer Gemeinde in Sigmaringen. Die jungen Leute des Jugendkreises hatten uns, die Älteren, eingeladen, mit ihnen auf Schatzsuche zu gehen, eine große Ehre. Eigentlich sind es 15 Jugendliche, aber dann konnten doch nur 6 dabei sein…Gegenwind. Aber Gegenwind ist nicht das Wichtige…wir sind an der Hand des Vaters. Es hat richtig Freude gemacht, das von Gott Anvertraute, mit ihnen zu teilen. Es hat Freude gemacht, zu spüren, mit was für einem „Feuer“ diese jungen Leute unterwegs sind…jeder mit brennendem Herzen für Jesus!

Dann ging’s los, auf die Straße. Es folgten in unserem Team 5 Begegnungen mit verschlossenen Herzen…nichts ging…zumindest in dem Moment im Sichtbaren. Später hörten wir, dass es in den anderen Teams auch so oder so ähnlich war. Nach der 5 Begegnung blieben wir stehen…das war schon ganz lange nicht mehr so. Dabei wär’s doch so gut, wenn die jungen Schatzsucher richtig was erleben würden. Ich fühlte mich, wie der kleine Junge, der nicht weiß, wie das gehen soll und zum Vater hochschaut. Ich nehme einen Impuls auf und wir beten noch Mal sehr intensiv, heißen Gott willkommen in dieser Stadt, in seinem Eigentum! 
Ab diesem Moment war alles anders. Wir hatten noch ungefähr 10 Begegnungen und…die Herzen –wirklich alle- gingen auf. Auch die anderen Teams berichteten, dass es nach Anlaufschwierigkeiten auf einmal richtig gut ging. Starke Ermutigung ging davon aus, dass sogar häufig die Namen auf den Schatzkarten zutrafen.

Sehr bewegend war für mich der junge Mann mit der orangenen Bauarbeiterjacke. Markus (Name geändert), er war schwer behindert. Sein Gesicht verzerrt, seine Beine verdreht, er ging mühsam am Rollator. Eine ältere Frau, auch am Rollator, wollte unser Gespräch verhindern. Sinja hatte es erkannt und uns abgeschirmt…das war richtig gut. „…darf ich für Dich beten?“…“ja…ok“ „Wie heißt Du denn?“ „Markus“. Es hat mich bewegt, seine Stimme zu hören. Ich hörte die Stimme eines kleinen Jungen…
Wird er die Hand des Vaters nehmen?…er humpelte am Rollator davon und lächelte…
Es ist gut ein kleiner Junge zu sein…an der Hand des Vaters. Egal, wie’s Dir gerade geht.
Norbert