Zuffenhausen / Glocken läuten

„… ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt“ (Matth. 28,18)

Es gibt Situationen, da erlebt man Wort Gottes auf einmal besonders konkret. So war das heute in Zuffenhausen für uns als Schatzsucher. Auf einer Schatzkarte stand ganz unscheinbar: „Glocken läuten.“

Die erste Begegnung war gleich gegenüber unserem Treffpunkt. Die junge Frau mit dem Hund an der Leine war sehr angetan, dass Gott sie kannte. Gebet für Sie, damit war sie einverstanden. Beim ersten Satz: …Glocken fingen an zu läuten. Es hörte sich an, wie wenn jedes Wort ein besonderes Gewicht bekam.

An der nächsten Ecke: „Da die Frau im Rollstuhl, das haben wir doch auf der Schatzkarte.“ Gerda (Name geändert) hörte uns zu. „Was ist denn die Ursache für die Lähmung?“ „Oh, da gibt es etwas psychisches…“. Hinter ihrem Lächeln ging es ihr nicht so gut. Wir durften beten, und  – beim ersten Satz – Glockenläuten begann. 


Später beim Spielcasino: „weiße Schuhe“ stand auf unserer Karte. Der Mann aus dem Kosovo war völlig uninteressiert. Aber in diese Begegnung, die eigentlich schon zu Ende war, mischte sich plötzlich ein Passant. Tamás (Name geändert) wollte uns zuhören. Er war freundlich aufgeschlossen und als er hörte, dass Gott ihn kennt und unendlich liebt, war er sehr berührt. „…hier das Tattoo an Deinem Kopf, das Kreuz…das steht genau so auf unserer Karte: Kreuz auf Kopf…“ Gott hat seine Liebe tief in sein Herz gesprochen. Er gehört zu einer Gruppe ungarischer Roma und hat da auch eine Gemeinde. „Hast Du mit Jesus eine feste Beziehung, hast Du ihm schon mal bewusst die Herrschaft über Dein Leben anvertraut?“ Das hatte er nicht … aber genau das wollte er, das war sein Mangel, da brauchte er gar nicht lang nachdenken. Sein Deutsch war noch nicht so gut, wir machten es mit Übersetzungs-App. Ich betete auf Deutsch vor, er betete es Ungarisch nach, Wort für Wort … Glocken begannen zu läuten (!) „Darf ich Dir die Hand auf die Schulter legen?“ „Jaaa…“ Wir bestätigten diesen Glaubensschritt im Namen Jesus und segneten ihn mit Heiligem Geist … Tamás strahlte, ein Moment ohne Worte in der Gegenwart Gottes. „…wie geht es Dir?“ „Soo gut … ich fühl mich so leicht …“  Das entscheidende Gebet nahm er gerne als Kärtchen für seine Frau mit. Wir verabschiedeten uns, es war sehr herzlich. Irgendwie fühlte ich mich wie „weich gespült“ von dem besonderen Moment. 

Die Schatzsuche-Zeit ging dem Ende zu. Das „besondere Haus“ sollten wir heute an einem „Balkon“ erkennen. An der ganzen Häuserfront, war das der einzige vorgebaute Balkon … wir müssen da noch hin. Auf der Rückseite lehnte ein Mann mit Zigarette und auf dem Shirt war ganz groß abgebildet: ein Totenkopf und darüber ein Kreuz … das musste jetzt noch sein … Glocken fingen wieder an …

„…ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Das war spürbar und hörbar. Gott ist mit uns, Halleluja! 
Norbert