Bad Cannstatt / Schwere und Gänsehaut

Heute waren wir in Bad Cannstatt. Esther hatte die Idee, dass wir als ein paar vereinzelte Schatzsucher im „Ostergarten“ der früheren Gärtnerei Munder beten sollten. Wird der „Ostergarten“ dieses Jahr stattfinden können? Eigentlich ist das Gelände geschlossen, Esther hatte einen Schlüssel. Beeindruckend: die mit Kulissen nachgebildeten Räume. Mitten drin, in der Zeit damals; mitten im Evangelium. Der Marktplatz, dann kamen wir in den Abendmahlsraum. Plötzlich überkam mich eine beeindruckende „Schwere“ und ich bekam eine Gänsehaut. Elisabeth sprach aus, was ich dachte: „…ich hab ne Gänsehaut…hier ist Gott“. Im vorletzten Raum lag das Kreuz, riesen groß. Hier kann man drüber gehen, wie über eine Brücke, vom Tod ins Leben. Hier ist Vergebung, Befreiung, Heilung, Leben. Hier blieben wir und beteten über eine Stunde. Die Zeit fühlte sich total kurz an. Jedes Wort, jedes Gebet hatte Gewicht durch den Heiligen Geist … es war sehr besonders, sehr ermutigend. Corona mag sich wie ein Tsunami gebärden … aber hier ist Gott. Die Wassermassen damals, beim Auszug Israels aus Ägypten, mussten den Weg Gottes durch’s Rote Meer freigeben … den Weg in die Freiheit. Wir sind sehr gespannt, was Gott auf welche Weise 2021 tun wird! 

In der verbleibenden Stunde gingen wir vereinzelt und betend durch das Wohngebiet. Nacheinander liefen uns drei Schätze über den Weg. Wir hielten jeweils großräumig Abstand…Gott nicht. Er kam ganz nah…machte den Weg frei zum Herzen. Alle drei hatten Tränen in den Augen…Selina (Name geändert), die junge Rumänin hatte noch nie etwas von Gott gehört…

Das Meer schien Israel den Weg in die Freiheit zu verbauen, der Weg Gottes ging trockenen Fußes mitten hindurch … Gott ist größer, gestern wie heute.
Norbert